Zahnärztliche Praxis für Parodontologie, Dr. Frank Bröseler und Dr. Christina Tietmann, Aachen

Karies-Therapie ohne Bohren


Heute gibt es 2 ganz unterschiedliche Verfahren, Karies im Anfangsstadium zu behandeln, ohne dass der betroffene Zahn weiter angebohrt (‚präpariert‘) werden muss:

INFILTRATION

bei diesem Verfahren kann ein spezielles Füllungsmaterial, sehr ähnlich dem bekannten Composite, welches standardmäßig für die Füllungstherapie verwendet wird, in eine noch sehr kleine Kariesläsion eingebracht werden, ohne vorher einen Zugang durch Präparation einer Kavität – also ohne Bohren – zu schaffen.
Das Verfahren gehört nicht zum therapeutischen Standard, ist somit keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland.

Nach Angaben des Herstellers des ‚ICON‘ Verfahrens stehen klinische Studien zur Behandlung bei Glattflächenkaries noch aus (Stand: 30NOV2015)

GESTEUERTE SCHMELZ REGENERATION / GUIDED ENAMEL REGENERATION [GER]

das Verfahren ist biologisch, d.h. dass keine Füllwerkstoffe verwendet werden; klinische Studien haben die Wirksamkeit bestätigt.

Die frühe Karies, die auf der Zahnfläche durch ihre Veränderung der natürlichen Schmelzstruktur meist als weißliche Verfärbung (‚white spot‘) erkennbar ist, wird durch Auftragen eines Wirkstoffs aus der Gruppe der selbstorganisierenden Peptide (’self assembling peptide [SAP]‘) behandelt. Das Verfahren ist klinisch erprobt, aber gehört noch nicht zum therapeutischen Standard.

Die SAP bewirken eine Regeneration des demineralisierten Zahnschmelzes (der äußeren, harten Schicht jedes Zahns). Das Resultat ist, dass eine Karies nicht fortschreitet, sondern sogar zurückgeführt wird, was vor der Einführung der SAPs mit bislang keiner Methode gelungen ist.

Eine Fluoridierung (bislang die Standardtherapie bei früher Karies) kann nur das Fortschreiten der Karies verlangsamen, nicht aber zu Regeneration führen.

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