Zahnärztliche Praxis für Parodontologie, Dr. Frank Bröseler und Dr. Christina Tietmann, Aachen

Implantate

... der natürliche Ersatz für verloren gegangene Zähne ... 
Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln. Sie haben ein wurzelähnliches Design und werden in den Kieferknochen eingepflanzt, um verlorengegangene Zähne zu ersetzen.

Ein Zahnimplantat übernimmt die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln, da es direkt in den Knochen eingeheilt wird: es trägt Zahnersatz, z.B. Einzelkronen, Brücken oder es kann herausnehmbaren Zahnersatz sicher verankern. Die Aufbauteile, mit deren Hilfe Kronen oder Haltestrukturen für Prothesen am Implantatkörper befestigt werden, sind mit dem Implantat verschraubt.

Wenn einzelne oder mehrere Zähne fehlen, sind Implantate die naheliegendste Alternative für deren Ersatz. Die gesunde Zahnsubstanz benachbarter Zähne bleibt durch Implantatversorgung unversehrt, weil diese nicht für das Tragen des Zahnersatzes beschliffen werden müssen.

An die Implantatsysteme, die in unserer Praxis zur Verwendung kommen, stellen wir besonders hohe Anforderungen. Wir verwenden hochwertige Materialien und verfügen über langjährige Erfahrung.  Aufgrund unserer Erfahrung als Parodontologen verfügen wir über optimale Möglichkeiten, eine bestmögliche Langzeitfunktion zu erreichen. Die Langzeiterfolge der in unserer Praxis integrierten Implantate bei Patienten mit vorausgegangener Parodontalerkrankung wurden in einer Studie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Parodontologie der Universität Bonn nachuntersucht.

Der benötigte Zeitraum bis zur endgültigen Eingliederung einer implantatgetragenen Krone oder Brücke hängt von der Beschaffenheit des Implantatlagers, also dem ehemals zahntragenden Knochen ab. Üblicherweise vergehen von der Implantation bis zur Eingliederung des Zahnersatzes ca. 4-6 Monate.

Mehr Information zu Zahnimplantaten

Anwendungsindikationen
bekannte Risiken
Pflege und Funktionserhaltung

Zahnimplantate / Anwendungsindikationen

Im Prinzip stellen Zahnimplantate künstliche Zahnwurzeln dar. Sie dienen zur Befestigung von Zahnersatz jeden Umfangs.

Neben den genannten Hauptindikationen gibt es diverse Anwendungsbeispiele bis hin zu Zahnimplantaten zur vorübergehenden Stabilisierung von kieferorthopädischen Funktionsgeräten; diese Anwendungsindikationen sind dann jeweils sehr individuell.

In erster Linie werden Zahnimplantate dazu verwendet, gesunde Zähne für prothetische Zwecke nicht schädigen zu müssen; das beste Beispiel ist der Ersatz eines einzelnen verlorengegangenen Zahns: Ersatz des Zahns ist mittels Zahnimplantat möglich, ohne dass die die Zahnlücke begrenzenden Zähne in die Maßnahme einbezogen werden müssen.

 

Zahnimplantate / bekannte Risiken

Wie auch bei anderen prothetischen Implantaten für den menschlichen Körper darf man nicht davon ausgehen, dass die Funktionsdauer lebenslang sein wird. Bei Zahnimplantaten ist hier besonders zu berücksichtigen, dass sie in der Mundhöhle Anwendung finden, einer Körperregion, welche nicht bakterienfrei ist, sondern sogar extrem von Mikroorganismen besiedelt wird. Aus diesem Grund besteht hier permanente Infektionsgefahr für das Implantat umgebende Gewebe. Das Infektionsrisiko kann durch geeignete Maßnahmen, die für mit Implantaten versorgte Patienten zuverlässig durchgeführt werden müssen, auf ein Minimum begrenzt werden.

Die Fachwelt unterscheidet als Risiken:
- technische Probleme
- biologische Probleme
- umweltbedingte Probleme

Die wissenschaftlichen Daten geben heute gesicherte Auskunft darüber, dass Zahnimplantate über einen Zeitraum von 10 Jahren (statistisch) zu etwa 90% an ihrem Platz verbleiben (survival rate).
Das bedeutet umgekehrt, dass etwa 10% der Implantate im Verlauf von 10 Jahren verloren gehen; ein Implantat-Verlust geschieht aber nicht plötzlich, da die 'technischen' Probleme (also z.B. Brüche an der Implantatschulter) statistisch seltene Verlustursachen sind.
Die häufigste Komplikation mit Verlustfolge ist die Peri-Implantitis; bei der entzündlichen Degeneration des Implantat tragenden Knochens geschieht ein allmählicher Abbau der Stützgewebe letztlich bis hin zur Funktionsunfähigkeit einer implantat-prothetischen Konstruktion.

Die veröffentlichen Daten beschreiben, dass bis zu 35% der Implantate im Funktions-Zeitraum 5-10 Jahre betroffen sein könnten; da viele Patienten mehr als ein Zahnimplantat haben, beträgt die Risiko-Rate (patientenbezogen) bis zu 50%.

Man kann davon ausgehen, dass die statistisch bekannten Komplikationsraten deutlich niedriger sein könnten, wenn die bekannten Risiken konsequenter beachtet und auch konsequenter problembezogen-präventiv behandelt würden. Es gibt veröffentliche Datenanalysen, wonach die Komplikationsrate unter 15% gehalten werden kann.
Wir bieten den in unserer Praxis behandelten Implantat-Patienten individuelle vorbeugende Behandlung an. Die wissenschaftliche Datenlage stellt aktuell dar, dass Patienten nach prothetischer Versorgung mit Zahnimplantaten intensiver als Patienten mit natürlicher Bezahnung betreut werden müssen, um einen optimalen Erfolg der Implantat-Therapie über lange Zeiträume sicher zu stellen.

Aus Gründen der Risikoabwägung geben wir heute - immer noch - der Zahnerhaltung den Vorzug vor Zahnersatz.

 

Pflege und Funktionserhaltung

Implantate sind besondere zahnprothetische Konstruktionen, denn sie stellen durch ihre Position und Funktion im Kiefer eine Verbindung von der biologisch keimbesiedelten Mundhöhle zum normalerweise keimfreien zahntragenden Knochen dar. Diese Verbindung bringt daher bestimmte Risiken mit sich.

Die Funktionsdauer von implantatgetragenem Zahnersatz ist wesentlich abhängig von der Art der Implantat-Suprakonstruktion (also dem 'Aufbau', welcher die Kaufunktion oder Haltefunktion für eine Prothese herstellt) und auch von der erreichbaren periimplantären Infektionsfreiheit.

Weil an einer prothetischen Implantatkonstruktion keinerlei körpereigene Immunwirkung besteht - abgesehen von der antiinfektiösen Wirkung des Speichelflusses - muss ein besonderes Hygieneverhalten des versorgten Implantats die Entzündungsfreiheit gewährleisten.

Im Gegensatz zum natürlichen Zahn hat ein Implantat grundsätzlich ein rundes Durchtrittsprofil an der Stelle, an welcher der Übergang vom tragenden Knochen zum deckenden Gewebe ('Zahnfleisch') ist, auch ist der Raum zwischen Suprakonstruktion und Nachbarzahn anatomisch anders als der Raum zwischen zwei benachbarten Zähnen.

Neben der normalen Pflege mit Zahnbürste und Zahnseide empfiehlt sich daher eine besondere Implantat-Hygiene, die speziell auf die jeweilige Konstruktion abgestimmt sein muss. Da keinesfalls davon ausgegangen werden kann, dass mit der manuellen häuslichen Pflege eine ideale Entfernung mikrobieller Beläge erreichbar ist, sollte in geregelten Abständen eine professionelle Nachsorge mit Pflege und Kontrolle der Weichgewebe erfolgen.

Erste Anzeichen für periimplantäre Weichgewebsentzündung (sog. 'Mukositis') ist ein leichtes Bluten bei der Pflege oder bei Berühren. Eine unbehandelte Mukositis führt grundsätzlich, wenn nicht frühzeitig behandelt wird, zum Abbau des Implantat tragenden Knochens ('Periimplantitis'). Daher ist es wichtig, Nachsorgemaßnahmen nach Implantatversorgungen in kürzeren Abständen durchzuführen als bei Patienten, die ausschließlich ihre natürliche Bezahnung haben.

Aufgrund der aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Daten raten wir zu vierteljährlichen Nachsorge-Intervallen mit Kontrolle und professionellen Hygienemaßnahmen über eine intensivierte häusliche Pflege hinaus, und zwar über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren nach prothetischer Versorgung mit Implantat getragenem Zahnersatz.

Natürlich ist die exakte Hygienestrategie individuell zu bestimmen, die Implantat-Pflege ist so individuell, wie es jeder Behandlungsfall ist.
In unserer Praxis bieten wir alle Unterstützung an, um eine überdurchschnittliche Funktionsdauer der implantatprothetischen Versorgungen zu erreichen.

 

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